Mittwoch, 14. Januar 2015

Der heilige Hafen / 16

Reinigung - so lautet der Titel des nächsten Kapitels. Und es geht darum wie die Ehe unsere Sünde aufdeckt.

Generell sollte man die Herausforderungen der jeweiligen konkreten Lebenssituation als Plattform zum geistlichen Wachstum zu begreifen. Ob man nun Single oder Verringelt ist. Kinderlos oder kinderreich. Beim Renovieren oder darin leben...

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Das Schwierigste in den ersten Ehejahren ist manchmal nicht das, was man über den Ehepartner lernt, sondern was wir über uns selber herausfinden. So auf Tuchfühlung mit einem anderen Menschen zu leben wie in der Ehe, kann die größte spirituelle Herausforderung sein. Die Ehe zwingt mich, mich so zu sehen, wie ich bin! Sie bietet aber auch die Chance sich zu verändern. Wer den Mut und die Demut hat den anderen zu bitten ihm ehrlich zu sagen, was er denkt, was Gott nicht gefallen würde, geht den ersten Schritt in Richtung Heiligung.

Die erste offensichtliche Folge der ersten Sünde war die Zerstörung der ehelichen Intimität. Adam und Eva begannen sich voreinander zu schämen und anschließend sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben. Sobald es etwas in unserem Leben gibt, was der Ehepartner nicht sehen oder wissen dürfte, birgt das Gefahr. Unbereinigte Sünden, Fehleinstellungen und Versagen müffeln vor sich hin und schüren Unzufriedenheit, welche oft auf den Partner projiziert wird.

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