Ehestand ist ein Stand, der mehr Tugend und Beständigkeit erfordert als jeder andere; er ist eine ständige Übung der Abtötung. Franz von Sales
Ausgelöst durch den Ausspruch von Paulus in 1.Kor.7,1 "Es ist gut für einen Mann, nicht zu heiraten." wurde ein zölibatär lebender Mensch oft als Christ erster Klasse angesehen. Jemand, der sich ganz Gott weiht und hingibt und sich vom Sex enthält, muss einfach besonders heilig sein. Und schließlich war ja auch Jesus ehelos.
Aber heiraten um Jesus ähnlicher zu werden? Gott gerade durch die Ehe näher kommen zu können - diese These ist relativ unbekannt. Da es in dem Buch nicht darum gehen soll wie man eine glücklichere Ehe führt, sondern wie man die Herausforderungen, Freuden und Kämpfe nutzen kann um im Glauben zu wachsen, fragt man sich natürlich, wie das gemeint sein kann.
Bevor Jesus seinen öffentlichen Dienst hier auf der Erde begann und er sich von Johannes im Jordan taufen ließ, sprach sein Vater im Himmel über ihm aus: "Dieser ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." Mat. 3,17
Was hatte Jesus bis dahin gemacht, dass Gott so zufrieden mit ihm war? Nichts besonderes. Er hatte einfach ganz normal als Mensch zu Hause bei seiner Familie gelebt, gearbeitet und zum Einkommen beigetragen. Aber offensichtlich genügte Gott das.
In einer Ehe muss man sich mancher Charakterprobe stellen, denen man sonst nie ausgesetzt wäre. Ehe voll zieht sich im grauen Alltag. Ehe ist ein Ruf in ein neues, selbstloses Leben.
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