Donnerstag, 18. September 2014

Der heilige Hafen / 3

Ich möchte euch keinesfalls euer junges Glück madig machen, oder den Ehealltag allzu pessimistisch ausmalen. Gerade weil ihr frisch verheiratet, hochgradig verliebt und füreinander bestimmt seid, könnt ihr den Genuss noch steigern, indem ihr Gott als Dritten im Bunde sein Werk an euch tun lasst.

Wenn man die unvermeidlichen Auseinandersetzungen als Charakterschmiede betrachtet, dann hilft das sehr zu erkennen, wer und wie man wirklich ist. Ehe als Lebensform einer verbindlichen Alltagsbeziehung von zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts hat enormen geistlichen Wert. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, dass diese Erfahrung nur noch durch Kinder gesteigert werden kann. Doch zurück zum Buch:

Wenn man glaubt, das das Leben seinen letzten Sinn aus der Beziehung zu Gott bekommt, dann braucht man die Ehe und vor allem den Partner nicht (mehr) mit Erwartungen überfordern. Kein Mensch kann einem anderen alles geben wonach dieser sich sehnt. Was der andere braucht und verdient. Man kann sein Bestes geben, aber selbst das wird nicht ausreichen. Alles, was weniger als Gott selbst ist, kann die Sehnsucht nicht stillen, das Leere nicht füllen, das Loch nicht stopfen.

Das Ziel des Buches ist also nicht, dass man seinen Partner mehr lieben lernt. Das Ziel des Buches ist Gott mehr zu lieben. Sein Hauptthema ist geistliches Wachstum. Die Ehe ist der Kontext dafür.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen