"Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe." Mat.5,23-24
Dieser Vers ist zwar nicht speziell an Eheleute gerichtet, kann aber natürlich auch auf sie angewendet werden. Interessant finde ich an der Auslegung von Gary L. Thomas, dass er die Person, die hier eine Gabe opfern will, als Bild für einen Beter sieht. Der Beter begibt sich in das Gebet und spürt, dass etwas zwischen ihm und einem anderen Menschen steht. Und dieser kann durchaus - das kommt in den besten Ehen vor - auch mal der eigene Partner sein. Bevor er weiterbetet, sollte er sich, so weit das möglich ist, um Versöhnung bemühen. Bisher habe ich diese Stelle lediglich auf das Einnehmen des Abendmahls verstanden. Aber es macht durchaus Sinn, es so weit zu fassen. Nicht erhörte Gebete können durchaus auf Unversönlichkeit zurück zu führen sein.
Wenn wir als Verheiratete ein starkes Gebetsleben haben wollen, dann müssen wir uns um Vergebung und Versöhnung besonders bemühen. Spannungen sind unvermeidlich. Aber man kann lernen reif und vernünftig mit Konflikten umzugehen.
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