Mittwoch, 8. Oktober 2014

Der heilige Hafen / 8

Das es überhaupt soweit kommt hat mit der Zerbrochenheit dieser Welt zu tun. Es ist der "Sündenfall-Faktor". So jedenfalls nennt Autor Gary Thomas es. Auch jede noch so gute Ehe bleibt von den Auswirkungen des Fluchs nicht verschont.
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"Wir sollten nie so naiv sein, uns die Ehe als sichere Zuflucht vor dem Sündenfall zu denken. (...) Die tiefsten Kämpfe des Lebens werden in der Beziehung auftreten, die als erste vom Sündenfall betroffen war: die Ehe."
Dan Allender und Tremper Longman, in Intimate Allies

Wenn man das im Hinterkopf behält und die Fehlerhaftigkeit und Schwachheit des Partners einkalkuliert, dann ist die Enttäuschung nicht ganz so groß. Thomas betont: "Frauen, ihr seid mit einem sündigen Mann in einer sündigen Welt verheiratet. Männer, ihr seid mit einer gefallenen Frau in einer gebrochenen Welt verheiratet. Es ist vorprogrammiert, dass euer Ehepartner sich gegen euch versündigen und euch enttäuschen wird.

Wenn man aber den Blick auf die Schwächen des anderen lenkt, dann wachsen sie. Wenn man sie sucht, dann findet man sie. Wer sich  jedoch selbst als den schlimmsten Sünder begreift (so wie es Paulus auch getan hat: 1.Tim.1,15) und davon ausgeht, dass es der Ehepartner noch schwerer hat, der beherzigt die Empfehlung Jesu, zuerst den Balken aus dem eigenen Augen zu ziehen, bevor man den Splitter beim anderen sucht.

Ich denke es ist klar, aber ich möchte es trotzdem noch mal für alle Blogleser ausdrücklich erwähnen: Diese Ratschlägen gelten für "ganz normale" Verschleißerscheinungen einer Ehe. Im Fall von Gewalt oder anderen Formen von Mißbrauch in einer Beziehung greift dieser Ansatz natürlich nicht.

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